FEELGOOD – Beratung

Resilienz in Coronazeiten, oder: Wie halte ich meine Energie hoch?

Die derzeitige Lage verlangt von uns allen, die vielfältigsten psychischen Anforderungen zu meistern. Und keiner kann sagen, wie lange die Situation noch anhalten wird. Das beeinflusst uns. Die Unsicherheit und Ohnmacht wirkt in unserem Unterbewusstsein und raubt Kraft. Vielleicht ist Dir auch bereits aufgefallen, dass Du müder bist als sonst. Ich bin davon überzeugt, dass diese allumfassende Krise ihren Tribut fordert und es elementar wichtig ist, das eigene Energielevel hochzuhalten.

Möglicherweise gehen Dir nun Gedanken durch den Kopf, wie: „Dafür habe ich momentan überhaupt keinen Kopf.“ oder „Wann soll ich das denn noch machen?“

Das ist verständlich, nur wie sagte schon Sydney J. Harris so treffend: „The time to relax is when you don’t have time for it.“ Und genau das ist meine Überzeugung, die ich auch schon vor der Krise vertreten habe. Ich halte es jedoch aktuell für noch wichtiger, dafür zu sorgen, regelmäßig Kraft zu schöpfen.

Aus diesem Grund möchte ich Dir 11 einfache und gut in den Alltag integrierbare Wege zeigen, wie Du Dein Energielevel hochhalten kannst. Wichtig bei all diesen Aktivitäten ist, dass Du Dich diesen mit Deiner vollen Aufmerksamkeit widmest. Wenn Du dabei gedanklich weiterhin die aktuellen Probleme wälzt, hat es kaum einen Erholungswert.

Vielleicht stellst Du auch fest, dass Du schon gut aufgestellt bist, dann gibt diese Erkenntnis ebenfalls Kraft und Du darfst Dir selbst auf die Schulter klopfen. Das kannst Du sowieso tun, denn Du leistest gerade Großes!

 

1. Bewegung

Bewegung ist der schnellste Weg, um Stress abzubauen und Energie zu tanken. Wer einen Hund hat, ist hier im Vorteil.

Für alle anderen gilt: schon 6 Minuten täglich haben eine enorme Wirkung. Dabei geht es nicht darum, sich zu verausgaben, sondern um moderate Bewegung wie Spazierengehen oder Fahrradfahren. Ein guter Zeitpunkt ist die Mittagspause, denn so tankst Du Vitamin D, verschaffst Dir gedanklich eine Pause und wechselst die Umgebung, was neue Kraft und auch neue Ideen bringt.

2. Sport

Wer vor der Krise mehr oder weniger regelmäßig Sport getrieben hat, sollte das unbedingt beibehalten. Die Situation ist allerdings nicht die Richtige, um mit dem Sport anzufangen. Denn jede Veränderung bedeutet Kraftaufwand und Kraft haben wir momentan nicht zu verschenken. Halte Dich dann einfach an Punkt 1 und sorge für eine tägliche Portion Bewegung.

3. Hobby

Gehe auch in diesen Zeiten, sofern möglich, Deinem Hobby weiter nach. Vielleicht schränkst Du es zeitlich etwas ein oder passt es an. Ein Hobby mit Freude zu betreiben, lenkt ab und versetzt Dich in eine positive Stimmung. Diese schenkt uns Kraft und stärkt das Immunsystem.

 4. Ruhe

Wie oben bereits erwähnt, kann die Situation ziemlich erschöpfen. Wir brauchen mehr Ruhe als sonst. Ruhe heißt, dass reizarme Zeiten benötigt werden, also ohne Fernseher oder Bildschirme jeglicher Art. Am besten entziehst Du Dich möglichst für eine Zeit am Tag allen Reizen und schaltest ab. Dazu eignen sich die oben erwähnte Bewegung, aber auch Lesen, Musikhören oder Meditieren bietet sich an.

5. Musik

Musik hat Kraft und die überträgt sich durch die Schwingungen auf uns. Suche Dir aber Musik aus, die Dich in eine gute, fröhliche Stimmung versetzt und nicht in Melancholie… Wenn Du dazu tanzt, ist es noch besser.

Selbst Musizieren ist übrigens auch wunderbar.

6. Home-Wellness

Auch zu Hause kann man sich eine Portion Wellness holen. Ein Schaumbad, ein Sonnenbad, eine tolle Bodylotion, ätherische Öle, Nacken-, Schulter- und Rücken-Stretching, ein gutes Buch, usw. …

Wenn Du nett fragst, wird Dich Dein Partner vielleicht sogar massieren. Selbstverständlich revanchierst Du Dich am nächsten Tag. Und wenn Du allein lebst, nutze einen Igel- oder Tennisball.

7. Genießen

Genießen mit allen Sinnen entspannt und spendet Kraft. Genießen kannst Du z.B. gutes Essen, ein gutes Gespräch, ein gutes Buch, einen guten Film, den Duft der Natur, die Ruhe, Bewegung, Musik, Dein Hobby usw.

8. Mit den Kindern oder Haustieren spielen

Eine wunderbare Möglichkeit, die Dich sofort aus dem möglichen Grübelkreislauf rausholt und sehr viel Kraft schenkt, ist, sich voll und ganz auf Kinder oder auch Haustiere einzulassen. Tauche ein in die Kinderwelt und lasse Dich verzaubern. Mit Deiner Aufmerksamkeit machst Du einerseits den Kindern ein Geschenk, andererseits erhältst Du gleichzeitig eines zurück.

9. Schlaf

Auch, wenn der Tag momentan 48 Stunden haben könnte, welche selbst dann nicht ausreichen würden, um alles, was ansteht zu erledigen: Schränke Deinen Schlaf nicht ein! Ganz im Gegenteil: Schlafe idealer Weise sogar etwas länger.

Schlaf ist die beste Regeneration. Falls Dein Schlaf momentan störungsanfällig sein sollte, kannst Du Folgendes ausprobieren: ein Abendspaziergang, abends eine Banane essen, einen Schlaftee trinken, 3-4 Stunden vor dem Zubettgehen keine Nachrichten mehr schauen, ein Schlafritual wie eine Kurzentspannung nutzen und den Alkohol- und Koffeinkonsum einschränken.

10. Corona-Detox

Wenn wir unseren Geist permanent mit diesem Thema füttern, wird er nicht zur Ruhe kommen.

Vielleicht hast Du es bereits intuitiv getan: Sorge dafür, Dir bewusst Corona-Auszeiten zu nehmen. Dies empfiehlt sich auch, auf die Familie zu übertragen.

Selbstverständlich ist es notwendig bis zu einem gewissen Grad informiert zu bleiben. Zu spät am Tag kann dies jedoch Deinen Schlaf erheblich beeinträchtigen (s.o.).

11. Meditation

Ja, ich werde nicht müde, immer wieder auf die vielfältigen Vorteile des Meditierens hinzuweisen.

Gerne möchte ich Dir einige Hinweise zur Umsetzung geben:

  • an einen stillen Ort setzen
  • eine angenehme Sitzposition einnehmen
  • die Augen schließen
  • die Aufmerksamkeit auf den Atem bringen und diesen beobachten
  • falls Gedanken aufkommen (und das wird unweigerlich passieren), die Aufmerksamkeit einfach wieder auf den Atem lenken
  • 3 bis 7 Minuten reichen für den Anfang bereits

Hier eine Kurz-Meditation von meiner CD

 

Wenn Dich das Thema Reslienz intensiver interessiert, schau mal hier vorbei.

 

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